Stadtplan-Koeln.com

Stadtbezirke von Köln

Köln ist in neun Stadtbezirke aufgeteilt, die wiederum mehrere Stadtteile in sich vereinen. Der älteste Bezirk, auf dessen Boden sich die zweitausendjährige Geschichte der Stadt abspielte, ist die Innenstadt. Alle anderen Bezirke sind erst ab Ende des 19. Jahrhunderts hinzu gekommen.

Bezirk Innenstadt

Stadtteile: Altstadt-Nord, Altstadt-Süd, Deutz, Neustadt-Nord, Neustadt-Süd

Kern des historischen Kölns ist die Altstadt Nord. Auf diesem Gebiet wurde die römische Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippensium (CCAA) gegründet und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Städte des römischen Reiches. An die römischen Zeiten der zweitausendjährigen Stadt erinnert noch heute das Prätorium am Historischen Rathaus.

Das Bistum Köln hat in der Altstadt-Nord seine bedeutendsten Monumente errichtet. Allen voran das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dom, der von einem Ring gotischer und romanischer Kirchen umgeben ist. Nach 1945 wurde die Altstadt-Nord um einige wichtige moderne Bauten bereichert. So befindet sich der Kölner Hauptbahnhof ganz in der Nähe der bedeutenden Tourismusattraktionen. Auch die neuen Museen wie das Museum Ludwig, das Wallraf-Richartz-Museum und das Römisch-Germanische-Museum befinden sich in der Altstadt-Nord.

In der südlichen Altstadt kann man noch Reste der römischen Stadtmauern besichtigen sowie einige historische Wehrtürme aus dem frühen Mittelalter. Ein weiterer Platz aus frühen Zeiten ist der Neumarkt, der bereits im 11. Jahrhundert zum Abhalten von Viehmärkten angelegt wurde. Heute befinden sich hier zahlreiche Kulturinstitute.
Außerdem stellt der Neumarkt einen Verkehrsknotenpunkt der Kölner Innenstadt dar.
Die Ortschaft Deutz zur rechten Seite des Rheins war bereits zu Römerzeiten ein wichtiger Standort, hier ließ Kaiser Konstantin ein Kastell zum Schutz von Köln errichten. Dies wurde zwar zerstört, doch auch die Preußen nutzten die Lage von Deutz zu Verteidigungszwecken. Die militärischen Anlagen Preußens wurden bereits im ersten Weltkrieg arg beschädigt, heute ist die einstige Preußenkaserne Heimstatt des Rheinischen Museums. Straßennamen wie Helenenwallstraße oder Kasemattenstraße erinnern noch an den einstigen Verlauf der Schutzmauern von Deutz.
In den letzten Jahren hat sich Köln-Deutz zu einem Zentrum des modernen Lebens entwickelt. Die Messe in Köln Deutz gehört zu den größten Messen Deutschlands. In ihren Mehrzweckhallen strömen bis zu 20.000 Besucher zu Großevents zusammen. Ganz in der Nähe lädt der Rheinpark von Deutz zur Erholung direkt am Wasser ein.

Auch in der Neustadt-Nord treffen Geschichte und Neuzeit in aufregenden Kontrasten aufeinander. Der Stadtteil ist das Medienzentrum der Stadt. Neben den Niederlassungen der großen Sender im Medienpark befindet sich mit dem Cinedom hier auch das größte Kino von Köln. In nächster Nähe kann man an der Bastei jedoch immer noch Teile der alten Stadtmauer bewundern. Aber auch die vorletzte Jahrhundertwende hat hier imposante Zeugen hinterlassen. Der Justizpalast und die Oberfinanzdirektion präsentieren sich im üppigen neubarocken Baustil.
Für Freizeitaktivitäten mitten in der Stadt ist die Neustadt-Nord ebenfalls ein geeignetes Ziel. Der Stadtgarten ist Kölns älteste öffentliche Grünfläche. Darüber hinaus hat der Stadtteil ein großes Eis- und Schwimmstadion zu bieten.

In der Neustadt-Süd schließlich trifft sich Naherholung mit junger Wissenschaft. Hier liegt der große Volksgarten am Aachener Weiher. Die Hügel um den Weiher bergen im wahrsten Sinne des Wortes die Geschichte von Köln. Wer darüber geht, läuft über den Trümmerschutt der Altstadt, die im zweiten Weltkrieg zu neunzig Prozent zerstört wurde.
In der Nähe befindet sich das sogenannte „Kwartier Lateng“, der Name ist eine Kölner Eindeutschung des berühmten Pariser Quartier Latin. Er steht für ein besonderes Viertel des Kölner Nachtlebens. Rund um den Rathenauplatz findet man  kleine Privattheater und Szene-Kneipen. Auch das Traditionshaus der Familie Millowitsch gehört zur Szene vom „Kwartier Lateng“. Ein großer Teil des Publikums kommt aus der Studentenszene, die in der „Alten Universität“ direkt im Stadtteil studiert.
In Neustadt-Süd findet man außerdem ein Zentrum des jüdischen Lebens. Die Synagoge, die 1939 zerstört wurde, konnte 1958 wieder aufgebaut und neu belebt werden.

Bezirk Ehrenfeld

Stadtteile: Bickendorf, Bocklemünd / Mengenich, Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Ossendorf, Vogelsang

Kerngebiet des Bezirkes ist der Stadtteil Ehrenfeld. Er verdankt seine Entstehung der Industrialisierung ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Das Land vor dem Stadttor von Köln, dem Ehrentor, verwandelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte in eine moderne Industriestadt. Hier entstanden Arbeiterwohngegenden und Bürgerhäuser und Straßenzüge, die erstmals von der „Elektrischen“ befahren wurden. An der Venloer Straße wurde bereits 1880 das Rathaus von Ehrenfeld errichtet. Der Heliosturm erinnert als wichtiges Industriedenkmal an die Geschichte der Kölner Helioswerke.
Heute ist Ehrenfeld eine beliebte Wohngegend. Das mittlerweile historische Arbeiterviertel ist Heimat vieler Cafés und Restaurants und unterhält ein reges freies Kulturleben.
Mit der Barthonia verfügt Ehrenfeld über eins der modernsten Einkaufszentren der Stadt.

Neuehrenfeld hatte sich schon früh zur eher bürgerlichen Gegend entwickelt, woran u.a. die beiden Plätze Lenauplatz und Takuplatz erinnern. Schmuckstück des Lenauplatzes ist die Brunnenplastik, die von der Bürgervereinigung gestiftet wurde. Der Takuplatz erinnert an den Einsatz des Kölner Marinekapitäns Lans, der sich um 1900 an einer militärischen Mission beteiligte, um die europäische Politik der Neuzeit gegen den Boxeraufstand von China zu verteidigen. Die Gegend um den Takuplatz wird gern als Chinesenviertel bezeichnet, auch wenn damit kein ausgeprägter chinesischer Bevölkerungsanteil gemeint ist. Taku hieß der Einsatzort von Kapitän Lans in China.

Die Geschichte des Stadtteils Ossendorf hängt stark mit der Geschichte von Ehrendorf zusammen. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Köln-Ehrenfeld ließ auch in Ossendorf in den Dreißiger Jahren zahlreiche Wohngebiete errichten, die zu damaligen Zeiten dem modernsten Standard entsprachen.
Kulturadressen in Ossendorf sind das Coloneum und das Kölner Luftfahrtmuseum.

Die äußeren Stadtteile des Bezirkes Ehrenfeld entstanden durch die Eingemeindung einstiger Dörfer. So kann man im Stadtteil Bocklemünd noch den dörflichen Ursprung eines einstigen 500-Seelendorfes besichtigen. Daneben entstanden in den Sechzigern aber die modernen Hochhaussiedlungen von Köln Bocklemünd, die auch für viele Einwanderer zu einem neuen Zuhause wurden. Eine ähnliche Geschichte hat auch Bickendorf vorzuweisen, wo in modernen Wohnsiedlungen noch immer Straßennamen wie Sandweg und Teichstraße auf die einstige Ansammlung von Bauernhöfen auf diesem Grund hindeuten.
Im Stadtteil Vogelsang dagegen ist man bemüht, den idyllischen ländlichen Charakter zu bewahren. Die Struktur des einstigen Dorfes ist noch gut erhalten. Das Wachstum wird vor allem von Eigenheimsiedlungen bestimmt.

Bezirk Nippes

Stadtteile: Bilderstöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes, Riehl, Weidenpesch

Zur Entwicklung des Stadtbezirkes, der erst seit der Stadterweiterung 1888 zu Köln gehört, trugen maßgeblich die Gründungen bedeutender Industriefabriken in Köln bei. So wurden die ersten Ford-Werke in Deutschland im ehemaligen Fischerdorf Niehl eröffnet. Mit dem Ausbau des Hafens entwickelte sich das einst lauschige Örtchen zu einem der wichtigsten Industriegebiete von Köln. Zu den bedeutendsten eigenen Gründungen gehörte das Eisenbahnausbesserungswerk (gegr. 1860) und die Franz-Clouth-Gummiwarenfabrik (1869)

Bis heute befinden sich im Bezirk Nippes wichtige Gewerbegebiete, vor allem im Stadtteil Bilderstöckchen.

Das Zentrum des Bezirkes bildet der Stadtteil Nippes mit dem Wilhelmplatz und einer angrenzenden Einkaufsmeile. Von hier kommt man mit der U-Bahn in nur 10 Minuten zur Kölner Innenstadt. Im benachbarten Stadtteil Mauerheim zeugen verschiedene Siedlungen davon, dass der soziale Wohnungsbau der Zwanziger und Dreißiger Jahre durchaus vereinbar mit der Idee vom „Wohnen im Grünen“ war. Die Nibelungen-Siedlung ist noch heute eine beliebte Wohngegend von Familien. Auf der anderen Seite von Nippes liegt Weidenpesch. Hier findet man die große Pferderennbahn. Für Naturliebhaber lohnt sich ein Besuch des Stadtteiles Riehl. Hier befinden sich der Kölner Zoo und der Botanische Garten. Am Ufer des Rheins kann man die Rheinseilbahn besteigen und mit ihr über den großen Strom gondeln. Während der Fahrt kann man dann auch das Axa-Hochhaus am Rheinufer bewundern.

Bezirk Chorweiler

Stadtteile: Heimersdorf, Lindweiler, Merkenich, Pesch, Roggendorf/Thenhoven, Seeberg, Volkhoven/Weiler, Worringen

Der nördlichste Stadtbezirk von Köln ist der einzige, der nicht direkt an die Innenstadt grenzt. Der einstige Bürgermeister Konrad Adenauer prägte für diesen Bezirk den Begriff der „stillen Landreserve“. Das Gebiet im Norden wurde bald für den großflächigen Ausbau von Gewerbe- und Wohnsiedlungen genutzt. So entstand im zentralen Stadtteil Chorweiler eine moderne Hochhaussiedlung, die man heute lieber als Bausünde bezeichnen möchte. Doch sind die Kölner Städteplaner bemüht, die einstigen „Wohnsilos“ der heutigen Auffassung von modernem Wohnen anzupassen.

Dass es in Köln auch anders geht, beweist die Ökosiedlung von Blumenberg. Dieses Pionierprojekt des Biobaus nutzt eine Vielfalt ökologischer Möglichkeiten (Solardächer, Wärmedämmung mit Naturmaterialien) und schafft mit autofreien Zonen optimale Gesundheitsbedingungen für die Bewohner.

Für die übrigen Kölner birgt der Bezirk einige der schönsten Naherholungsziele. Freizeitgebiete wie die Stockheimer Höfe oder Fühlingen bieten Sportanlagen, Radwege und zahlreiche Bademöglichkeiten, darunter die ehemaligen Baggerseen von Esch-Auweiler oder der Fühlinger See.

Viele der ehemaligen Bauernhöfe prägen auch heute noch die Region im Norden von Köln. Und fast in jedem Stadtteil finden sich auch Kirchenbauten aus der Vergangenheit. Ein historisch bedeutender Ort im Bezirk ist Worringen. Hier fand Ende des 13. Jahrhunderts die berühmte Schlacht von Worringen statt, in der es der Stadt Köln gelang, sich von der Übermacht des Bischofs zu befreien und ihm die weltliche Macht zu entreißen. Der Stadtteil am Rhein besticht durch seine reizvollen Uferlandschaften. Rheindamm und Rheinaue sind beliebte Ausflugsziele.

Bezirk Lindenthal

Stadtteile: Braunsfeld, Junkersdorf, Klettenberg, Lindenthal, Lövenich, Müngersdorf, Sülz, Weiden, Widdersdorf

Im Westbezirk von Köln kann man noch heute einige Relikte aus der langen Siedlungsgeschichte der Region besichtigen. Im Stadtteil Weiden befinden sich die Reste einer römischen Wasserleitung sowie eine römische Grabkammer. Selbiger Stadtteil ist auch typisch für die vielen „grünen“ Wohngebiete im Kölner Westen. Im grünen Gürtel von Köln haben sich einige hübsche Villenviertel angesiedelt. So auch in Junkersdorf, das seinen Namen aus einer Zeit trägt, als die Güter des Landadels um Köln noch als „Herrlichkeit“ bezeichnet wurden. Ebenfalls ein bevorzugtes Wohngebiet im Grünen ist der Stadtteil Sülz mit seiner Nähe zum Rhein aber auch zur Universität.
Die ehemalige Industriesiedlung Braunsfeld konnte sich durch die Anlage des Stadtwaldes ebenfalls zur grünen Erholungszone von Köln mausern. Gleichzeitig befinden sich in Braunsfeld die Geschäftsstellen führender deutscher Unternehmen, etwa der Deutschen Post oder der DKV.
Der namensgebende Stadtteil Lindenthal schließlich ist der Standort der Neuen Kölner Universität, die Anfang der Dreißiger Jahre nach Plänen des Architekten Adolf Abel gebaut wurde und seit ihrer Neugründung zu den führenden Universitäten Deutschlands zählt. Um das Hauptgebäude herum entstand ein lebendiges Univiertel, das von seiner Lage im grünen Gürtel geprägt ist. Tatsächlich ist Lindenthal noch immer von zahlreichen Linden bewachsen.
Ein historischer Platz ist außerdem der Melatenfriedhof, der im frühesten Mittelalter der letzte Zufluchtsort von Leprakranken war. Im 18. Jahrhundert musste sich das napoleonisch besetzte Köln den Gesetzen der französischen Herrscher beugen und durfte seine Toten nur noch außerhalb der Stadt, eben auf dem Melatenfriedhof beisetzen. Die historische Ruhestätte ist heute ein beliebtes Ziel von Spaziergängern. Hier kann man die Grabmäler berühmter Kölner Persönlichkeiten begrüßen, darunter der Bestseller-Autor Konsalik, die Schauspielerfamilie Millowitsch und die Kunstmäzene Wallraf und Richartz.

Rodenkirchen

Stadtteile: Bayenthal, Godorf, Hahnwald, Immendorf, Marienburg, Meschenich, Raderberg, Raderthal, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth, Weiß, Zollstock

Der südliche Stadtbezirk Rodenkirchen links des Rheins wurde erst durch die Gebietsreform von 1975 ein Teil von Köln. Die heutigen Stadtteile bezeichnen die einzelnen Dörfer, die bis dahin eigenständig existierten. Ihre Struktur ist bis heute noch weitgehend erkennbar. Die städtische Bebauung erfolgte über Jahrzehnte vor allem in der Errichtung von Villenvierteln, Einfamilienhäusern und eher überschaubar gehaltenen Wohnanlagen. Die neue, spektakuläre Autobahnbrücke sorgt dabei für eine gute Erreichbarkeit im Individualverkehr.
Bei Kölnern und ihren Gästen sind die Stadtteile von Rodenkirchen wegen ihrer Nähe zum Wasser sehr beliebt. In Rheinnähe findet man einen großen Campingplatz, mehrere Bootsanlegestellen, den forstbotanischen Garten und das Friedenswäldchen. Perle des Kölschen Rheinufers ist die Rodenkirchener Riviera, eine grüne Uferlandschaft, die im Sommer Tausende Kölner zum Flanieren und Picknicken an den Rhein zieht.

In den grünen Wohnanlagen des Bezirkes finden sich noch viele Zeugnisse aus der Vergangenheit; Kirchen, Burgen und alte Gutshöfe vermitteln ein anschauliches Bild vom einst ländlichen Leben in der Region.

Bezirke rechts des Rheins

Bezirk Mülheim

Stadtteile: Buchforst, Buchheim, Dellbrück, Dünnwald, Flittard, Höhenhaus, Holweide, Mülheim, Stammheim

Bis 1914 existierte Mühlheim auf der rechten Seite des Rheins unabhängig von Köln, bzw. als sein rivalisierender Gegner. Im Laufe der Köln-Mülheimer Geschichte kam es mehrfach zu kriegerischen Auseinandersetzungen, aus denen das kleinere Mülheim zerstört hervor ging. Mit Beginn des Industriezeitalters änderte sich dieses Verhältnis grundlegend. Die am Fluss gelegenen Ortschaften, die, wie der Name schon sagt, vor allem von Mühlenbetrieben lebten, eigneten sich ideal für den Bau neuer Industrieanlagen, die im linksrheinischen Köln bereits keinen Raum mehr fanden. Schon früh setzte sich die Bayer Farben AG im Stadtbezirk nieder und errichtete eine eigene Schienenverbindung. Außerdem öffneten viele regional bedeutende Unternehmen wie z.B. die Kölner Löwen Brauerei. Im Stadtteil Stammheim befindet sich heute das Klärwerk von Köln.

Mit der Industrialisierung in Mülheim expandierte auch der soziale Wohnungsbau, der zu Beginn der Dreißiger Jahre durchaus ästhetische Züge trug. So ist die Weiße Siedlung im Stadtteil Buchforst heute ein Architekturdenkmal und noch immer eine beliebte Wohngegend mitten im Grünen.
Im zentralen Stadtteil Mülheim verbinden sich Tradition, Industriegeschichte und Moderne zu einer eigenen Stadtteilkultur. Bestes Beispiel ist das E-Werk: Die Kölner Mundart-Rockband BAP initiierte die Erschließung des historischen Fabrikgeländes, um eine große und moderne Eventlocation für Köln zu schaffen. Hier tagt alljährlich die Stunksitzung des Kölner Karnevals. Ein wichtiger Bestandteil des Karnevals ist auch der Mülheimer Dienstagszug.

In den äußeren Stadtteilen von Mülheim hat sich noch etwas von der einstigen dörflichen Romantik erhalten. Besonders in Holweide und Buchheim findet man noch zahlreiche alte Landgutshäuser, Mühlen und Kirchen.
Für die Naherholung empfiehlt sich der Stadtteil Flittard mit seinen Reinauen und jahrhundertealten Deichen. Die Bayer Farben AG hat in Flittard außerdem die Errichtung des Japanischen Gartens gestiftet.
Seit 1951 ist Mülheim über die spektakuläre Hängebrücke mit dem Kölner Stadtteil Riehl auf der linken Seite des Rheins verbunden.

Bezirk Kalk

Stadtteile: Brück, Höhenberg, Humboldt/Gremberg, Kalk, Merheim, Neubrück, Ostheim, Rath/Heumar, Vingst

Der mittlere Stadtbezirk rechts des Rheins schließt direkt an den Stadtteil Deutz an, der noch zum Innenstadtbezirk gehört. Kalk ist ganz besonders von der industriellen Entwicklung Kölns ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt. So befinden sich hier einige historische Industrieanlagen. Besonders der namensgebende Stadtteil Kalk war Standort der großen rechtsrheinischen Firmen wie der Maschinenfabrik Deutz und der Kalker Chemiefabrik. Die meisten Fabrikanlagen sind inzwischen still gelegt und werden nun als Gewerbegebiete neu belebt. Andere ehemalige Werksbauten sind heute Industriedenkmäler. Besichtigen kann man noch das historische Gebäude der Sünner-Brauerei mit ihrem alten Sudhaus. Auch die historischen Umspannwerke im Stadtteil Ostheim lohnen einen Besuch

Aber auch Zeugnisse der vorindustriellen Geschichte sind im Bezirk Kalk noch erhalten, so z.B. die Kalker Kapelle von 1688, die bis heute Wallfahrtsort christlicher Pilger ist. In Rath/Heumar befindet sich eine der ältesten Kirchen aus der Region, ein romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert. An den Ausgrabungsorten im selben Stadtteil konnte die römische Geschichte der Siedlung nachgewiesen werden.

Naturliebhaber finden im Bezirk Kalk gute Erholungsmöglichkeiten in der Merheimer Heide und im Tierwildpark von Brück.

Bezirk Porz

Stadtteile: Eil, Elsdorf, Ensen, Finkenberg, Gremberghoven, Grengel, Langel, Libur, Lind, Poll, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide, Westhoven, Zündorf

Bis 1951 war Porz eine eigenständige Stadt, die sich aus dem Zusammenschluss einstiger Dörfer entwickelt hatte. Nur das Fischerdorf Poll hatte schon früher zu Köln gehört. Bis heute ist Poll am Rheinufer mit seinen langgestreckten Rheinauen, seinen alten engen Gassen und historischen Fachwerkhäusern noch ein idyllischer Ort, um die Flusslandschaft des Rheins zu genießen. In den östlicheren Stadtbezirken wurde Porz ähnlich wie seine Nachbarbezirke von Industriefirmen erschlossen. Die Spiegelglaswerke, die 1899 gegründet wurden, gehörten zu den frühesten Fabriken von Porz.
Heute ist Köln-Porz ein international bedeutender Standort für die Luftfahrttechnik. Im Stadtteil Lind befindet sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das DLR. Wahn ist das Zuhause des „Konrad Adenauer“ Flughafens für Köln und Bonn. Er wurde auf einem ehemaligen Fliegerhorst der Wehrmacht errichtet.
Aber nicht nur für den Luftverkehr auch für den Bahntransport ist Porz wichtig. Im Stadtteil Gremberghoven befindet sich einer der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands.

Im Kontrast zu den Standorten der modernen Verkehrstechnik findet man in Porz noch viele traditionelle Plätze.
So befindet sich ganz in der Nähe des Flughafens im Stadtteil Wahn das Schloss Wahn. Es entstand aus einer ehemaligen Burganlage, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Bürgermeisterei genutzt und in den siebziger und achtziger Jahren umfassend restauriert. Auch einige interessante Kirchenbauten aus der Gründerzeit zieren den Porzer Stadtteil Wahn. Einstige Dörfer wie Libur und Langel haben ihr Gesicht kaum verändert und bieten noch heute ein ländliches Leben mitten im Grünen. In Eil kann man auf dem historischen Gut seine Freizeit verbringen. Pferdesportler können von hier aus herrliche Feld- und Waldritte unternehmen. Im Museum Haus des Waldes erhalten die Besucher tiefere Einblicke in die Geheimnisse der Natur.


© 2017 BDP GmbH - M. Karpenko Bezirk Porz - Bezirk Kalk - Bezirk Mülheim - Rodenkirchen
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt, sind aber ohne Gewähr!
BDP GmbH BDP GmbH BDP GmbH BDP GmbH